Stück 2010

La Traviata ufem Land

Autor: Max Ungricht

Der gemischte Chor von Bittiswil kämpft mit dem Überleben. Nur noch fünf aktive Mitglieder sind übrig geblieben, die gleichzeitig auch den Vorstand des Vereins bestellen. An einer Vorstandssitzung soll eine Strategie über die Zukunft des Vereins ausgearbeitet werden. Dazu hat die Präsidentin einen Marketingberater aus Zürich eingeladen, der sein Konzept vorstellt. Der Vorschlag zielt darauf ab, etwas ganz grosses aufzuführen (La Traviata). In dieser Vorstandssitzung prallen die verschiedenen Charaktere aufeinander. Auf der einen Seite der Zürcher Marketingberater mit akademischer Ausbildung, auf der anderen Seite die ländlichen Mitglieder des Vereins, die ihrerseits sehr unterschiedlich sind. Dazu stösst eine Inspekteurin vom kantonalen "Raucheramt" um zu schauen ob das Rauchverbot eingehalten wird und eine Amerikanerin, die nach ihren Schweizer Wurzeln forscht.

Im zweiten Akt melden sich nach dem Aufruf zur Aufführung von La Traviata vier Personen zum Casting. Die Kandidaten sind alles Ausländer verschiedener Herkunft - mit ihren typisch nationalen Eigenschaften - was Missverständnisse und klassische Vorurteile hervorbringt, letztlich aber in grosser Gemeinsamkeit endet. Die vier ausländischen Kandidaten werden sowohl äusserlich, als auch mit entsprechendem Akzent ihre Rolle spielen. Das Stück spielt in der heutigen Zeit, zum Teil mit Querverweise auf kürzliche Gegebenheiten und Andeutungen von Gesellschaftskritik.
Bei diesem Lustspiel kann wieder einmal so herzhaft gelacht werden.